| Super Wetter, perfekte
Organisation, Spezielles zum Essen und gute Stimmung kennzeichnete unsere diesjährige
"Herbst Aktivität". Am frühen Samstag Nachmittag (6. Oktober) versammelten
sich die Sudalpini mit ihren vollzählig erschienen Frauen im Gartenrestaurant des
Sporthotels Sardona in Elm (Kt. Glarus). Dort gab es zur Einstimmung schon das erste
"Plättli" und den ersten "Schluck". Für all diejenigen welche gedacht hatten, dass nun die Zeit für Jasskarten und Würfel gekommen sei, gab es als nächstes eine Überraschung. Ernst Willi holte aus seinem Versteck in der Hotelgarage eine Anzahl Mountain-Bikes. Nach der erfolgreichen Umschulung auf die High-Tech Schaltungen und nachdem alle Pneus mit steinharten3 Atü vollgepumpt waren ging es in die Pedalen. 30 km Suwarov-Weg lagen vor uns. Es ist schwer zu sagen, was lehrreicher war - die historischen Hintergründe des Marsches von General Suwarov nach Elm oder der Anschauungsunterricht im Subventionswesen. Sicher werden uns aber die zahllosen subventionierten Hindernisse in der Form von subventionierten Drahtzäunen und Weidegattern, welche für subventionierte Kühe von subventionierten Bauern errichtet wurden, und welche die rasante Fahrt der Subventionsgeber immer wieder jäh gebremst haben, in deutlicher Erinnerung bleiben. Nach ca.20 km erreichten wir, mit nur ganz wenigen Stürzen, das Dörfchen Sol, wo eine steil abfallende Strasse abrupt in einen steilen Anstieg mündet. Hier zeigte sich einmal mehr die Untauglichkeit von "ultra high-tech" im harten Feldeinsatz. Unser Versuch, 24 Gänge aufs Mal herunter zu schalten, erfüllte das sonst verschlafene Dörfchen mit einem polyphonen Zähneknirschen von Shimano-Zahrädern und verwandelte es anschliessend in eine Freiluft Werkstatt. Als alle Ketten wieder eingerastet waren, tröstete uns Ernst mit dem Gartenrestaurant, welches gleich hinter dem nächsten |
Wäldchen liege. Dort mochten wir
kräftig zulangen, erholten uns bei Café Amaretto, Weizenbier und Nussgipfeln und
staunten, wie sich Federicos Müdigkeit auf sein Velo übertrug, und nicht mehr im
stande war, an einen Baumstamm anzulehnen. In Ennenda (bei Glarus) wartete, nach der letzten Etappe, unser Bus. Während der Fahrt zum Bergrestaurant erholten sich die geschundenen Hintern in den weichen Fauteuils; dafür wurden unsere Bauchmuskeln durch die neusten Witze strapaziert. Das ausgezeichnete Nachtessen mit Geräuchertem zur Vorspeise, Weltklasse Fondue zum Hauptgang und Tessiner Marroni zum Dessert tröstete uns darüber hinweg, dass wir uns artig aufführen mussten. Nichts hat die rabiate Chefin toleriert. So durften wir die unnütze Gartenhecke nicht in Brand setzten (was beim Zigarren Anzünden schon mal vorkommt) auch durften wir unsere Jacken nicht an den Hirschgeweihen aufhängen, und schliesslich liessen sie uns nicht einmal ein paar Löcher in die Pfannen bohren um unsere Marroni sachgerecht zu rösten. Zum Kaffe teilten wir uns in ein Damenkränzchen und in eine Molotovrunde auf. Selbst das regelmässig aufflammende Gelächter vom Damentisch (was sie sich wohl erzählt haben ?) konnte den Schreibenden nicht von seinem unaufhaltsamen Weg zum Sieg abbringen. Nach dem Frühstück ging es ohne Unterbruch weiter zum Frühschoppen ins Schabell. Dank des herrlichen Wetters und der exzellenten Sicht auf das Martinsloch haben wir uns nochmals zu einer 1 ½ stündigen Wanderung aufgerafft. Nach einer letzten Runde Veltliner im Bergrestaurant machten wir uns auf den Abstieg und den Heimweg. In der Gewissheit, trotz üppigem Verzehr etwas gesünder geworden zu sein, beschlossen wir so etwas Schönes das nächste Jahr wieder zu machen. Herzlichen Dank an Ernst für die Organisation. UPB |